Mittwoch, 21. November 2007

Call Of Duty 4 - Auf an die Front!


Jaja, nach langer Abstinenz vom bloggen, diversen Einkäufen im nächstgelegenen Elektrofachmarkt und einigen spielerische Pleiten meldet sich der neurotische Schatten zurück an der Front. Und das mit mächtig Krawall!

Eigentlich war diese Spiel nur ein Zufallskauf, nachdem ich im Internet einen Trailer und einige Rezensionen dazu gelesen hatte. Wie gesagt, ein Zufallskauf...

Nachdem ich mir ja nun vor einiger Zeit endlich einen neuen PC zugelegt habe (X2 4800+, 2 gb ram, X1950Pro) war ich mir doch recht sicher das diese Spiel darauf laufen müsste, was es dann auch tat. Aber wie es lief war mir neu... Es machte nicht einmal den kleinsten Ansatz zu ruckeln, es lief einfach extrem flüssig.

Story
Man mag es ja garnicht glauben, dass so ein Ego-Shooter aus dem Hause Call Of Duty etwas anderes darstellen kann als die ewigen Kämpfe zwischen Deutschen, Russen, Amerikanern oder auch Briten. Das hat sich allerdings nun mit dem neusten Teil der Serie geändert, da dieser jetzt nicht wie die Vorgänger im zweiten Weltkrieg, sondern in der Gegenwart spielt.
Man ist in dem Spiel in den Rollen des US-Marine-Corps-Seargent Jackson und dem SAS-Soldat "Soap" McTavish. In einer Mission schlüpft der Spieler in die Rolle des Vorgesetzten von "Soap"...Diese Mission hat es auch wahrlich in sich. Wer den Film Shooter gesehen hat, weiß wovon ich rede. Starten tut das Spiel auf einem Truppenübungsplatz des SAS, in dem man das folgende Szenario möglichst schnell versucht zu lösen. Mit Bombast protzt dieses Spiel, Explosionen wohin das Auge blickt... und dann noch dieses Intro. Kann man so etwas überhaupt moralisch vertreten? Das ist die Frage die sich wohl viele Spieler fragen wenn sie an einige Passagen des Spiels gelangen.

Meines Erachtens ist die Story von Call Of Duty 4 - Modern Warfare eine der besten die je in einen Ego-Shooter hineingebracht wurden. Wie schon beschrieben spart das Spiel nicht am Bombast, was sich in einigen Missionen wahrlich zu erkennen gibt.
Wer das Spiel dann bis zur letzten Mission spielt wird mit einem meiner Meinung nach großen Schmankerl belohnt, denn die letzte Mission bringt den Wagen dann über den Berg... Eine so großartig inszenierte, und gleichzeitig so bewegende Szene habe ich lange nicht mehr über meinen Bildschirm flackern sehen.

10/10 Bombastpunkten

Grafik

Die Grafik basiert grundsätzlich auf der Call Of Duty 2-Engine, die jedoch zu diesem Zwecke extrem aufgebohrt wurde. Überblend-Effekte, EXTREM realistisch wirkender Rauch, schöne Umgebungen. Infinity Wards haben sich wahrlich nicht lumpen lassen aus diesem Spiel etwas zum erleben zu machen. Im Vergleich zu anderen aktuellen Ego-Shootern wie Crysis oder auch UT 3 sieht das Spiel zwar nicht schlecht aus, allerdings bewegt es auch nicht soviel wie diese beiden Titel. Andere Spiele steckt es dafür locken in die Tasche.

9/10 Prachtpunkten

Sound

Ebenso wie die Grafik ist der Sound des Spiels sehr gut gelungen. Der Singleplayer-Modus glänzt durch einen passenden Soundtrack und gute Untermalung der jeweiligen Situationen. Die Waffensounds klingen recht realistisch und auch sonst ist es größtenteils gut gelungen die Stimmung des Spiels aufzufangen.

9/10 Krachpunkten

Multiplayer

Kommen wir nun allerdings zur wirklich gröten Stärke von Call Of Duty 4... dem Multiplayer-Modus. Im Prinzip ist es ein Zusammenschluss aus den Stärken von Counter-Strike, Battlefield 2 und Ghost Reacon 2. Der Mp entwickelt hierbei allerdings eine solch enorme Sucht, das es fast schon nicht ratsam ist ihn zu spielen. Wer damit klarkommt, für den ist es ein MUSS. Das Belohnungs- und Herrausforderungssystem ist wirklich gut gelungen. Wer ein höheres Level besitzt als andere hat Zugriff auf bessere Waffen und Upgrades für den Charakter, wie zum Beispiel eine bessere Durchschlagskraft für Waffen.
Die diversen Modi stimmen auch wirklich gut zu den Karten, auch wenn ich zugeben muss, dass ich bisher fast nur Team-Deathmatch und FFA gezockt habe. Aber auch das ist eine solche Gaudi, das es einem schwer fällt wieder aufzuhören.

10/10 Spaßpunkten (Ich würde sogar zu 11 tendieren, aber dann müsste ich die Skala ändern)

Fazit

Insgesamt sehe ich in Call Of Duty 4 das Highlight des diesjährigen Spielemarktes. Für mich steckt es Crysis, Hellgate und auch Unreal Tournament locker in die Tasche. Dies liegt zum einen an der wirklich sehr gut gelungenen Story, dem bombastischen Multiplayer und dem schönen Szenario. Teils brachte mich das Spiel sogar soweit, dass ich kurz unterbrechen musste weil es mir an einigen Stellen einfach zu genial wurde.

Daher resultiert eine Wertung von 95%.

Für jeden, der Ego-Shooter, gute Stories und fast perfekte Multiplayer-Modi mag ist dieses Spiel wie ein wahrgewordener Traum.